Erfolg ist eine Sache der Perspektive

Geplante Änderungen 2015 und 2016

 

Überarbeitung des Unternehmensgesetzbuchs (UGB)

 

Eine der wesentlichsten bevorstehenden Änderungen ist die Überarbeitung des UGB. Die Bilanzierung nach UGB soll der steuerlichen Betrachtungsweise angepasst werden und die Unterschiede sollen künftig geringer werden.

 

Umsatzsteuer: Leistungsortregeln & MOSS (USt-One-Stop-Shop)

 

Für elektronisch erbrachte Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen an Nichtunternehmer in der EU gelten ab 01.01.2015 neue Leistungsortregeln. Gleichzeitig wird für diese sonstigen Leistungen eine einzige Anlaufstelle (MOSS) geschaffen, um daraus resultierende Rechtsbefolgungskosten für Unternehmer zu minimieren.
Ab 01.01.2015 sind elektronisch erbrachte sonstige Leistungen, Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen grundsätzlich immer am Empfängerort steuerbar, unabhängig davon, ob es sich um Leistungen an Unternehmer (B2B) oder Nichtunternehmer (B2C) handelt.
Unternehmen, die von der Neuregelung betroffene Dienstleistungen erbringen, müssen zukünftig bei jeder einzelnen Leistung ermitteln, wo ihr Kunde ansässig ist!
Der MOSS bietet die Möglichkeit, sich in einem EU-Mitgliedstaat zu registrieren und sämtliche unter die Sonderregelung fallenden Umsätze über diesen Mitgliedstaat zu erklären und die resultierende Umsatzsteuer zu bezahlen. Es entfällt somit die Verpflichtung, sich für die elektronisch erbrachten sonstigen Leistungen an Nichtunternehmer in der EU in jedem Mitgliedstaat für umsatzsteuerliche Zwecke registrieren zu lassen (und Steuererklärungen einzureichen sowie Zahlungen zu tätigen).
Der MOSS ist optional und muss rechtzeitig, d.h. für das Jahr 2015 bis 31.12.2014, beantragt werden!

 

Sozialversicherungsrechtliche Änderungen 2015 & 2016

 

2015 wird es bei der SVA zu zwei Erleichterungen für die Beitragszahler kommen: Die Überbrückungshilfe wird in den SVA-Unterstützungsfonds übergeführt und es kommt zu Verbesserungen für Künstler beim Künstler-Fonds.
2016 sind jedoch die viel wesentlicheren Änderungen geplant: § 251 GSVG soll dahingehend adaptiert werden, dass die Vorschreibung für die SVA auch unterjährig erhöht werden kann. Folge ist, dass es bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern bei guter Planung nicht zu den bisherigen Phasenverschiebungen betreffend Beitragszahlungen kommt. Die derzeitige Rechtslage sieht vor, dass oftmals die Beitragsnachzahlungen für gute Jahre erst in späteren – eventuell schlechteren – Jahren erfolgen und somit kaum steuerliche Auswirkungen haben. Die geplante Änderung hätte insbesondere für KMUs positive Konsequenzen!
Außerdem ist die monatliche Beitragseinhebung mit Einziehungsauftrag geplant, es käme somit zu 12 kleineren Zahlungen anstelle von vier Quartalszahlungen.
Die rechtliche Umsetzung der geplanten Änderungen bleibt abzuwarten. Natürlich informieren wir Sie laufend!